Außerirdische im Retro-Look fürchten Invasoren aus dem Weltall
Der Science-Fiction-Spaß "Planet 51" bietet eine originelle Idee: Grüne Männchen ängstigen sich vor einer Invasion durch Aliens, die wie ein US-Astronaut aussehen.
Außerirdische im Retro-Look fürchten Invasoren aus dem Weltall
Der Science-Fiction-Spaß "Planet 51" bietet eine originelle Idee: Grüne Männchen ängstigen sich vor einer Invasion durch Aliens, die wie ein US-Astronaut aussehen.
Robert Rodriguez produzierte mit "Predators" einen wunderbar altmodischen Actionkracher. In Schwarzeneggers Fußstapfen: "Oscar"-Preisträger Adrien Brody!
Fast ein Vierteljahrhundert nach dem von John McTiernan („Die Hard“) inszenierten „Predator“, greift Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“) die beliebte Filmreihe rund um das außerirdische Kultmonster auf – mit überraschenden Ergebnissen. Das von ihm produzierte Spektakel erweist sich nicht als flache Fließbandproduktion ohne jeglichen Wiedererkennungswert, sondern knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Der bodenständige Charme und die Dschungelatmosphäre wecken bei Fans von „Predator“ nostalgische Gefühle.
Nicht minder überraschend: Ausgerechnet Charaktermime Adrien Brody steigt in die gewaltigen Fußstapfen der Actionikone Arnold Schwarzenegger und straft jene Lügen, die ihm die Rolle eines knallharten Macho-Soldaten niemals zugetraut hätten! Mit grimmiger Entschlossenheit und Waschbrettbauch prügelt er auf die außerirdischen Monster ein.
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Acht Menschen landen im Dschungel einer ihnen unbekannten Welt. Wer sie dort aussetzte, weiß offenbar keiner von ihnen. Unter der Führung des knallharten Söldners Royce (Adrien Brody) rauft sich der kleine Trupp notgedrungen zusammen, um sich von Sekunde zu Sekunde das Lebensrecht auf dem fremden Planeten zu erkämpfen. Denn: Sie sind nicht alleine in dieser Welt! Rasch wird ihnen klar, dass eine ihnen technologisch und körperlich hoffnungslos überlegene Spezies auf den Fersen ist.
Die einzige Chance für Royce, Mossad-Agentin Isabelle (Alice Braga), Cuchillo (Danny Trejo, „Delta Farce“) & Co besteht im bedingungslosen Zusammenhalt. Doch trotz des gemeinsamen Feindes verlaufen Gräben zwischen den Gejagten, die eskalieren und ein Überleben schier unmöglich zu machen scheinen. Eine willkommene Gelegenheit für die außerirdischen Jäger, einen nach dem anderen auf grausige Weise abzuschlachten …
Die mittlerweile kaum noch überschaubare Flut an Remakes, Reboots, Crossovers oder Fortsetzungen bekannter und beliebter Filmreihen der vergangenen Jahrzehnte spülte ebensolche Unmengen an filmischem Unrat ins Kino. Pikanterweise stellt exakt die „Predator“-Reihe ein Musterbeispiel hierfür dar, wie man Kultserien mit nur zwei Produktionen reif für die Schrottpresse macht.
„ Alien vs. Predator“ und vor allem der geradezu außerirdisch schlechte „Aliens vs. Predator 2“ zogen die beiden populären Filmmonster mit Geschmack an der Menschenhatz vollends ins Lächerliche. Mit „Predators“ gelingt Robert Rodriguez eine beinahe schon sensationell zu nennende Trendumkehr. Das Erfolgsrezept klingt dabei denkbar simpel: Zurück zu den Wurzeln! Der von Nimród Antal („Motel“) inszenierte Streifen entrümpelt konsequent jeglichen sinnlosen Ballast, verzichtet weitgehend auf CGI-Effekte, konzentriert sich auf die Stärken des 1987 entstandenen Kultfilms „Predator“ und erschafft somit einen aufs Wesentliche reduzierten, geradlinigen Actionkracher im Geiste der 1980er Jahre, wie ihn Regielegende John McTiernan kaum besser auf die Leinwand hätte zaubern können.
Filme wie „Predators“ hängen naturgemäß stark von der Präsenz der Hauptdarsteller ab. Muskelprotz Arnold Schwarzenegger war der unumstrittene Star des erfolgreichen „Predator“. Seine Figur mit „Oscar“-Preisträger Adrien Brody zu besetzen erschien zunächst völlig absurd. Doch bereits in seinen ersten Szenen lässt der New Yorker keinen Zweifel daran aufkommen, wer in diesem Film das Sagen hat. Mit durchtrainiertem Körper und fester Stimme übernimmt er in jeglicher Hinsicht das Kommando auf der Leinwand. Zugegeben: Von Schwarzeneggers beeindruckenden Muskelbergen trennt ihn mehr als nur eine Kleinigkeit. Doch sein Charisma fegt jeglichen Zweifel hinweg: Adrien Brody hat das Zeug zum Actionhelden!
Wie weiland „Arnie“ kämpft er mit allen Mitteln ums Überleben – und verzichtet dabei auch schon mal gerne auf Oberkörperbekleidung. Erfreut stellt der geneigte Zuschauer fest, dass es sich der gute Brody tatsächlich leisten kann, seine inzwischen ansehnlichen Muskelberge zu präsentieren.
„Predator“-Fans wird in Nimród Antals bislang ehrgeizigster Regiearbeit das eine oder andere Deja-vu-Gefühl überkommen. Dies liegt nicht am Dank „Matrix“ mit Déjà-vus bestens vertrauten Laurence Fishburne, sondern an den vielen bewusst eingestreuten Reminiszenzen an McTiernans Klassiker. Beispielsweise erinnert die dezent eingestreute Filmmusik nicht zufälligerweise an jenen Puls beschleunigenden, treibenden Score von Alan Silvestri aus „Predator“.
Die vergleichsweise primitiven Fallen der Gejagten stehen ebenso in der Tradition des ersten „Predator“-Filmes wie die Jagdmethoden, die Ausrüstung sowie die üble Laune der außerirdischen Menschenjäger. Sogar ganze Szenen wurden aus dem Original übernommen, was etwa beim Sturz der Protagonisten aus großer Höhe in einen See deutlich wird. Wiedersehen macht eben doch Freude …
Freilich: Nachdenklich stimmendes Gefühlskino darf man sich von einem Film wie „Predators“ nicht erwarten. Sowohl Charaktere, als auch Dialoge und Plot sind vornehmlich schlicht gehalten. Der Actionkracher lässt sich ohnehin auf einen simplen Überlebenskampf reduzieren, bei dem die meisten Figuren vorzeitig ins Gras beißen, mitunter auf äußerst blutige Weise, wie jener Unglückliche, der nach einer Begegnung der Dritten Art tatsächlich über kein Rückgrat mehr verfügt.
Letztendlich läuft dieser Science-Fiction-Film auf den unvermeidlichen finalen Showdown hinaus, welcher immerhin mit einer dramaturgischen Wendung aufwartet. Abgerundet wird das grimmige Actionspektakel durch einen reichlich fiesen Schluss, der Appetit auf die (längst beschlossene) Fortsetzung macht.
Fazit nach rund 100 Minuten: Robert Rodriguez hat dem Predator neues Leben eingehaucht und lässt das zuletzt arg geschundene Fan-Herz nach den entbehrlichen „Alien vs. Predator“- Intermezzi endlich wieder höher schlagen.
Falls Außerirdische Weihnachten feiern: Mit welchen Geschenken dürften E.T., Predator & Co wohl rechnen?
Eine der ältesten Menschheitsfragen: Gibt es da draußen noch anderes Leben? Eine definitive Antwort hat die Wissenschaft noch nicht gefunden. Ganz im Gegensatz zu Hollywood:
Hunderte außerirdischer Kreaturen kreuzten in Science-Fiction-Filmen die Wege der Menschheit - mal mit angenehmen, viel öfter mit unangenehmen Auswirkungen. Doch da Weihnachten das Fest der Liebe ist, wollen wir uns die
Frage stellen: Welche Weihnachtsgeschenke würden Außerirdische wohl erhalten?
Wer würde es nicht kennen und lieben*, Steven Spielbergs Rührstück über den auf der Erde gestrandeten Außerirdischen E.T.? Böse Zungen behaupten zwar, E.T. wäre das erste Mobbing-Opfer der Science-Fiction-Geschichte gewesen, aber wir wollen die offizielle Darstellung seiner Kollegen eines versehentlichen Zurücklassens auf der Erde nicht in Frage stellen. Das berühmteste Zitat des Filmes gibt einen Hinweis darauf, welches Weihnachtsgeschenk E.T. Freude bereiten würde: Ein Telefon, um nach Hause zu telefonieren.
Natürlich hätte ihm der Weihnachtsmann anno 1982 diesen Wunsch schwerlich erfüllen können: Die Leitung wäre mit mehreren Billionen Kilometern einfach zu lang gewesen. Ein paar Jahrzehnte später wäre ein Handy die perfekte Wahl. Vorausgesetzt natürlich, die Netzabdeckung im Weltall machte dem kleinen Wicht keinen Strich durch die Rechnung. Apropos "Rechnung": Diese wäre wohl auch ganz schon gesalzen! Da hätte E.T. einen großen Teil der Milliardeneinnahmen aus seiner Biographie aufwenden müssen.
Das von seiner Autobiographie inspirierte Videospiel von 1983. Dieses erwies sich als veritabler Riesenflop, der die gesamte Videospielbranche
über Jahre hinweg in eine tiefe Krise stieß und dem einstigen Marktführer Atari Millionenverluste bescherte. Angeblich wurden Millionen nicht verkaufte Exemplare des Spiels in der Wüste vergraben.
* abgesehen von John Carpenter, dessen grandioser Science-Fiction-Horror-Mix "Das Ding aus einer anderen Welt" im selben
Jahr gnadenlos floppte. Nach dem süßen E.T. wollte einfach keiner ein garstiges, blutrünstiges Alien-Monster sehen.
Ein weiterer sympathischer Außerirdischer: ALF, ein Akronym von "Alien Life Form", der in dieser typischen 1980er-Sitcom
auf dem Dach einer amerikanischen Durchschnittsfamilie (Mutter, Vater, 2 Kinder) landete und das Leben der eher drögen Tanners ordentlich durcheinanderwirbelte. Verglichen mit dem wuscheligen ALF geht sogar E.T. als furchteinflößendes
Monster durch. Und dennoch: Hinter dem unschuldigen Pelzgesicht lauert etwas Diabolisches!
Jedenfalls dann, wenn man eine Katze ist und weiß, dass ALFs Leibspeise Katzenburger ist. Die Familienkatze der Tanners erwischte
ALF freilich nie – dafür war er viel zu schusselig.
Was ihm an Körpergröße oder Geschicklichkeit fehlte, machte er mit seinem Mundwerk wett. Eine seiner Leidenschaften bestand konsequenterweise im Telefonieren. Und er hatte sie alle … an der Strippe, wohlgemerkt! Vom US-Präsidenten angefangen über wildfremde Menschen bis hin zu Talkshow-Moderatoren. Bestimmt würde sich ALF deshalb über eine unlimitierte Wertkarte freuen – und mit ihm Familienoberhaupt Willie Tanner, der die galaktischen Telefonrechnungen ausbügeln musste.
Ein Rasierer! Wer möchte schon wissen, wie ALF unter dem Pelz aussieht? Schauder …
Natürlich sind nicht alle Außerirdischen den Menschen freundlich gesonnen. Eines der wohl bösartigsten Aliens der Filmgeschichte ließ wie bereits erwähnt John Carpenter 1982 auf unschuldige Kinobesucher los. "Das Ding aus einer anderen Welt" ist zwar knackige 100.000 Jahre alt, hat sich aber besser gehalten als Cher, was vielleicht daran liegt, dass es eingefroren in der Antarktis verharrte. Perfide an dem außerirdischen Wesen ist seine Fähigkeit, jede beliebige Lebensform zu absorbieren und anschließend perfekt zu imitieren.
Gerade das macht die unwiderstehliche Faszination des garstigen Aliens aus: Niemand weiß, ob nicht der beste Freund in Wahrheit ein Monster ist. Basierend auf John W. Campbells 1938 (!) veröffentlichter Science-Fiction-Geschichte "Who Goes There?", beschreibt Carpenter den ultimativen Horror: Völlig abgeschnitten von der übrigens Welt, ohne jede Chance, Hilfe zu erhalten, muss sich eine Gruppe Forscher im Ewigen Eis ihrer Haut erwehren.
Auch dem Alien selbst, dessen ursprüngliche Form unbekannt bleibt, ist nicht ganz wohl in seiner Haut: Nach zehntausenden Jahren
im Eis möchte es der Antarktis entfliehen. Dazu benötigt es freilich einen Wirtskörper, der es aus dem Ewigen Eis hinaus schafft. Deshalb wäre sein Wunsch vermutlich ein Wirtskörper. Ladies, aufgepasst: Das Ding aus einer
anderen Welt ist noch Single! Es ist völlig anspruchslos, passt sich jeder Umgebung problemlos an, mag Tiere und hat nur einen romantischen Herzenswunsch: Seine Zellen mit Ihren zu verschmelzen! Und zwar alle.
Zwar ähnelt Commander Spock äußerlich einem Menschen – manche Fans der TV-Serie "Star Trek" munkeln, er würde dem
Schauspieler Leonard Nimoy bis aufs Haar gleichen -, doch seine streng logische Sichtweise entlarvt ihn als Außerirdischen. Oh, und er hat grünes statt rotes Blut. Nicht, dass dies in einer gewaltfreien Fernsehserie eine
Rolle gespielt hätte.
Was natürlich die interessante Frage aufwirft: Hätte Quentin Tarantino bei "Star Trek" Regie geführt, wie hätte sich
die Serie entwickelt? Möglicherweise hätte Christoph Waltz Commander Spock verkörpert, stets darauf bedacht, William Shatner in Punkto Overacting auszustechen, derweil Salma Hayek als Leutenant Uhura exotische Tänze zum
Besten gibt, die Klingonen sich als intergalaktische Drogenschmuggler herausstellen und über allem die Frage schwebt: Wie nennt man Viertelpfünder in einem Schnellimbiss auf Vulkan? Und kann Fußfetischist Tarantino auch
in einem "Star Trek"-Film seiner Leidenschaft frönen und die Füße und blanken Sohlen seiner Hauptdarstellerin weidlich fotografieren?
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Wir werden es nie erfahren. Logischerweise, da Quentin Tarantino gerade einmal alt für die Einschulung war, als "Star Trek"
eingestellt worden war, würde Commander Spock antworten. Seine streng analytische Herangehensweise machte ihm nicht immer Freunde, vermochte die Crew aber aus so manchen brenzligen Situationen zu retten. Sein bester Freund
blieb aber der Bordcomputer.
Es steht zu vermuten, dass Mr. Spock einen Computer unter dem Weihnachtsbaum vorfände, wenn, ja wenn er denn an den Weihnachtsmann
glaubte. Und christlichen Glaubens wäre. Oder überhaupt einer Konfession anhinge. Und ein Stückchen kindlichen Übermut in seinen grünen Blutbahnen bewahrte. Alles höchst unwahrscheinlich, weshalb der etwas unterkühlte
Mann mit den nach Prince Charles und Niki Lauda markantesten Ohren der Welt vermutlich gar nichts unter dem nicht existierenden Weihnachtsbaum am Heiligen Abend, an den er nicht glaubt, vorfände. Das ist zwar nicht faszinierend,
aber logisch.
Eine Aufzeichnung von Bundestagsreden. Die ergeben nämlich überhaupt keinen Sinn.
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"Aua! 25 Milliarden kostet das Apollo-Programm - aber die verdammten Schuhe drücken!"
(Bild: http://pixabay.com) |
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| "Erstmals sind wir bei der Geburt eines Astronauten live dabei ... deutlich zu sehen ist die Kabelschnur des Mutterraumschiffs" (Bild: http://pixabay.com) |
Sind Sie in Stimmung für einen richtig bösartigen Außerirdischen? Nein? Gut! Wir präsentieren: Der Predator aus dem gleichnamigen Science-Fiction-Film! Eine Art Space-Redneck, der auf alles ballert, was sich bewegt, unverständliche Grunzlaute von sich gibt und dessen ultimative Lösung aller Probleme offenbar die Atombombe ist.
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Andererseits hat er sich mit diesen Fähigkeiten zum wohl härtesten Gegner hochgearbeitet, den Arnold Schwarzenegger jemals zu bekämpfen hatte. Und er ist, anders als in vielen modernen Filmen üblich, ein körperlich unattraktiver Antagonist. Selbst Arnie, dem man nicht unterstellen könnte, es durch sein gutes Aussehen nach oben geschafft zu haben, attestiert dem Predator: "You're one ugly momma's boy!" (Anmerkung: Ein Wort fiel der Selbstzensur des Autors zum Opfer und wurde durch ein gleichwertiges Schimpfwort ersetzt).
Übrigens räumten im ursprünglichen Script von Eli Roth, dem verheimlichten Sohn von Claudia Roth, der Predator und Arnie ihre Differenzen bei einer Schale Früchtetee aus und kamen überein, dass
Gewalt keine Lösung sei. John McTiernan schrieb das Script leicht um und erzielte damit zwar einen Kassenschlager, verscherzte es sich jedoch mit dem Vatikanfilm, der den Streifen auf Grund der Gewaltdarstellungen nicht mehr
als Vorfilm zu Mel Gibsons "Die Passion Christi" aufführte.
Faszinierend würde der zuvor erwähnte Mr. Spock folgenden Umstand finden: Zwei der Darsteller, nämlich Arnold Schwarzenegger
und Jesse Ventura, würden wenige Jahre später Gouverneure amerikanischer Bundesstaaten werden, ein dritter, Sonny Landham, knapp an einem ähnlich ehrgeizigen Ziel scheitern. Um diese Skurrilität in einen hiesigen Kontext
zu bringen: Stellen Sie sich den blutrünstigsten Tatort mit Götz George vor, in dem er mit Edmund Stoiber und Winfried Kretschmann auftritt, bevor sie Ministerpräsidenten wurden.
Obwohl er de facto der bad boy war, metzelte sich der nicht gerade subtile Predator in die Herzen der Fans. Einer schwachen Fortsetzung
folgte mit "Predators" ein durchaus annehmbares Sequel, wohingegen die "Alien vs. Predator"-Crossovers nur mit viel Sinn für Humor als ernstzunehmende Filme bezeichnet werden können.
Und mit welchem Weihnachtsgeschenk könnte man dem Predator wohl eine Freude machen? Mit einer Glock-Pistole zu den Klängen von:
"Peng, Glockchen, Pengelingeling"? Oder einer DVD des Schwarzenegger-Flops "Sabotage"? Nein – die Empfehlung des Hauses lautet: Eine Packung Fango-Heilerde fürs Gesicht. Zwar könnte keine Heilerde
dieses oder eines anderen Planeten das Antlitz des Predators tatsächlich verschönern, aber zumindest bliebe der grauenerregende Anblick desselben erspart und das arme Wesen müsste sich von Arnie nicht mehr auf herabwürdigende
Weise diskriminieren und auf sein Äußeres reduzierend lassen.
Eine Filmkollektion mit seinen eigenen Filmen. Am Schluss bekommt er ja doch stets eine auf die Umme, und das deprimiert. Und wenn Predatoren deprimiert sind, müssen sie ihrem Frust freien Lauf lassen, was die bekannten Folgen zeitigt. Wahrscheinlich wütete er in Teil 1 nur deshalb im Dschungel, weil er Streit mit seiner Gattin hatte.
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| "Aber Honey, glaub mir: die Querstreifen lassen dich überhaupt nicht dick erscheinen!" (Bild: pixabay.com) |
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| "Haste was gesagt? Ich hab dich leider nicht verstanden". - "Natürlich nicht, wir sind Murmeltiere!" (Bild: pixabay.com) |
Es ist skrupellos, aalglatt und schleimig. Die Rede ist von keinem FDP-Mitglied, sondern vom Alien! Der korrekte Ausdruck wäre zwar Xenomorph, aber seit es 1979 die Leinwand und John Hurts Brustkorb unsicher machte, ist es zum Synonym des Wortes "Alien" geworden. Wie könnte man es nicht lieben, das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt, kreiert vom viel zu früh in eine andere Dimension gewechselten H. R. Giger? Kein anderes Filmmonster strahlt eine ähnliche Faszination wie das augenlose Ungeheuer mit dem Überbiss aus. In einer frühen Drehbuchversion sollte es letztendlich sogar die menschliche Sprache zu imitieren lernen.
Nicht nur das Alien selbst, auch Sigourney Weaver profitierte vom enormen Erfolg der Serie. Aus der unbekannten Bühnendarstellerin
wurde 1979 quasi über Nacht ein Filmstar und mit der Figur der Ellen Ripley die erste echte Action-Heroine, das role model für viele weitere weibliche Actiondarstellerinnen in einer einstigen Männerdomäne.
Dem Erfolg von Ridley Scotts "Alien" folgten bis dato drei Sequels, zwei "Alien vs. Predator"-Crossovers, mehrere
Videospiele, Unmengen an Alien-Comics- und Romanen, und was des Merchandisings mehr war und ist. Kurzum: Kein anderes mörderisches Monster aus einer fremden Welt biss sich nachhaltiger ins popkulturelle Bewusstsein und erfreut
sich seither größerer Beliebtheit als das Alien.
James Camerons Fortsetzung von Ridley Scotts Kultfilm ist Action pur
Nach seinem "Terminator"-Erfolg übernahm James Cameron die Regie von "Aliens - Die Rückkehr". Das Sequel zu Ridley Scotts SF-Meisterwerk "Alien"
geriet zum vollen Erfolg!
Für gewöhnlich sorgen Fortsetzungen zu Blockbustern eher für Enttäuschungen, als für Begeisterung. Doch was ist schon gewöhnlich an einem Film, der unter den Fittichen des Perfektionisten James Camerons („Avatar“) entstand? Der sieben Jahre nach Ridley Scotts Kultfilm „Alien“ entstandene Science-Fiction-Kracher „Aliens – Die Rückkehr“ überzeugte sowohl Publikum, als auch Kritiker und gilt als eines der wenigen Sequels, das mitunter sogar höher eingeschätzt wird als das Original.
Nach 57 Jahren im Kälteschlaf wird Ellen Ripley (Sigourney Weaver) zufällig von einem Bergungsschiff gerettet und an Bord einer Raumstation medizinisch versorgt. Vom Vertreter der „Gesellschaft“ Burke (Paul Reiser) erfährt sie nicht nur, dass sie über ein halbes Jahrhundert lang wie in einem Dornröschenschlaf verbracht hat, sondern auch, dass ihre Tochter Amy in der Zwischenzeit verstorben ist.
Obwohl sie die schockierenden Nachrichten noch kaum verdaut hat, muss sie sich vor einer Untersuchungskommission dafür rechtfertigen, den Transporter „Nostromo“
gesprengt zu haben. Ihre Geschichte, wonach eine außerirdische Kreatur alle Besatzungsmitglieder getötet hat und sie den Selbstzerstörungsmechanismus der „Nostromo“ nur deshalb aktiviert hatte, um das unheimliche Weise
zu vernichten, stößt auf Skepsis. Ripley wird das Offizierspatent entzogen und sie muss sich als einfache Lagerarbeiterin verdingen.
Doch eines Tages wird sie von Burke gebeten, mit ihm und einem Trupp Marines zum Planetoiden LV-426 aufzubrechen, da jeglicher Funkkontakt zur dort gegründeten
Kolonie abgerissen ist und Ripleys Ausführungen plötzlich in einem anderen Licht erscheinen – denn LV-426 war jener Planetoid, auf welchem 57 Jahre zuvor das Verhängnis in Form eines „Facehuggers“ an Bord der „Nostromo“
gelangt war …
Tatsächlich bewahrheiten sich unmittelbar nach der Ankunft Ripleys schlimmste Befürchtungen: Die Kolonie wurde offensichtlich von den Alien-Kreaturen überrannt! Nur die kleine Rebecca (Carrie Henn) war den erbarmungslosen Monstern entkommen. Selbstbewusst gehen die Marines daran, die Station von den Aliens zu säubern und eventuell überlebende Kolonisten zu evakuieren. Aber ihr Hochmut ist fahrlässig: Die Aliens verspritzen nicht nur Säure statt Blut, sondern beweisen intelligentes Verhalten, das die mit allen Wassern und Waffen gewaschenen Soldaten das Fürchten lehrt …
Das Wagnis, sieben Jahre nach Ridley Scotts Welterfolg „Alien“ eine Fortsetzung zu drehen, machte sich buchstäblich bezahlt: 130 Millionen Dollar spülte das Science-Fiction-Epos in die Kinokassen. Bei den „Oscar“-Verleihungen 1987 gewann „Aliens – Die Rückkehr“ zwei der begehrten Statuen. Im höchsten Maße außergewöhnlich war und ist die „Oscar“-Nominierung Sigourney Weavers in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“. Für James Cameron stellte der Streifen den endgültigen Durchbruch dar, der sich zwei Jahre zuvor mit dem Überraschungshit „Terminator“ abgezeichnet hatte.
Verantwortlich für den Erfolg war gewiss auch die Entscheidung, nach dem atmosphärisch, mystisch angehauchten „Alien“ einen modernen, intelligenten Monsterfilm zu produzieren. War es 1979 noch ein einziges Exemplar der außerirdischen Spezies, die den Menschen zusetzte, so verhundertfachte Cameron deren Anzahl für „Aliens – Die Rückkehr“, vergrößerte das Handlungsareal und stattete sie unzweifelhaft mit hoher Schwarmintelligenz, ähnlich Bienen oder Ameisen, aus.
Der reißerische Slogan „This time it’s war!“ erwies sich als zutreffende Beschreibung des Plots: Anstatt vor den unheimlichen Wesen zu fliehen, suchen die Marines den Kampf und eröffnen einen Krieg gegen die Aliens. Eine Prämisse, die zwar für einiges Naserümpfen bei manchen Kritikern sorgte, im Kontext des Vietnam-Traumas jedoch eine unzweifelhaft politische Komponente ins Spiel brachte.
Hinter der Fassade der Monsterjagd steckte eine hypermoderne Aufarbeitung des Vietnam-Traumas. Die militärisch überlegenen US-Marines ziehen in „Aliens – Die Rückkehr“ gegen die aus dem Hinterhalt angreifenden, unbewaffneten Ungeheuer den Kürzeren. Der unwegsame Dschungel Asiens weicht in dem Science-Fiction-Streifen ebenso tückischer, von Menschenhand gefertigter Metall-Architektur, die den Aliens perfekte Tarnungen erlaubt. Auf die Spitze trieb diese bereits Ridley Scotts Kultfilm: Darin gerät die seelenlose Technologie zum Verbündeten des Eindringlings, indem sie ihm Unterschlupf bietet und sogar beschützt.
Wenige Jahre nach dem Ende des Vietnamkrieges fielen derlei Filme auf fruchtbaren Boden, zumal in den USA. Kritische Streifen wie „Geboren am vierten Juli“ oder „Good Morning, Vietnam“ avancierten zu Kassenhits.

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Ironischerweise überlebt Rebecca – meist „Newt“ genannt -, indem sie einige der Eigenschaften der Aliens übernimmt. Sie versteckt sich, nützt ihre kleine, zarte Statur, um selbst in kleinste Löcher zu schlüpfen, verwertet jede Nahrungsquelle und schleicht durch die Gänge, ohne verräterische Geräusche zu hinterlassen.
Obwohl die Actionsequenzen in Camerons Film breiten Raum einnehmen, nimmt sich der Plot Zeit, die innerliche Zerrissenheit Ripleys zu schildern und nimmt – anders als etwa „Alien vs. Predator“ – die Figuren ernst und behandelt sie mit dem nötigen Respekt. Wie in fast jedem Cameron-Werk wird die unersättliche Gier vieler Menschen angeprangert. In „Aliens – Die Rückkehr“ erweist sich Burke als rücksichtsloser Egomane, dessen Handlungen mitunter irrational erscheinen.
„Wissen Sie, Burke“, sinniert Ripley desillusioniert, „ich weiß zwar nicht, welche Spezies die schlimmere ist. Aber ich glaube kaum, dass die sich wegen einer Prämie umbringen lassen.“
Mit „Aliens – Die Rückkehr“ schuf James Cameron einen Filmklassiker, der nicht altert. Selbst Jahrzehnte später wirken Dramaturgie, Action und Design zeitgemäß. Naturgemäß
können einige Special Effects mit modernen Blockbustern à la „Transformers – Die Rache“ nicht mehr mithalten. Doch diesen Nachteil macht „Aliens – Die Rückkehr“ durch die komplexe, höchst intelligente Story
und die darstellerischen Leistungen mehr als nur wett.
Genießen sollte man den Film unbedingt im rund zweieinhalb Stunden langen Director’s Cut. Dieser ist unter anderem in der Alien-Quadrilogy-Box mit insgesamt 9 DVDs enthalten.
Für Fans der „Alien“-Reihe ist nicht nur die Quadrilogy-Box geradezu unverzichtbar, sondern auch der elegant designte „Alien Collector’s Head“ ein Muss. Mit der hochwertigen Nachbildung eines „Alien-„Kopfes
hält die Ästhetik des Grauens endlich auch im Wohnzimmer Einzug.